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KUKI WO YOMU – aus der Luft gelesen
Das hier ausgestellte Werk ist Teil bzw. Abschluss und Neubeginn eines langjährigen Zyklus. Es entstand im Zuge einer, in Kooperation mit Leander Davis, vorangegangenen Aktion und stellt Schönheit im Sinne der „Zerstörung“ des offenkundig Hübschen und Vollkommenen dar, ganz im Sinne eines der Grundbegriffe der japanischen Kultur – wabi sabi (ausgehend von der Teezeremonie Japans).
Dabei dreht es sich um die Wahrnehmung und den Ausdruck des ewigen Prozesses von Werden und Vergehen, und die Darstellung von Perfektion, nur im Sinne von Unvollkommenheit, also von sichtbaren Spuren im Gegensatz zu steriler Ästhetik.
Zugleich befasst sich die aktuelle Serie, als Fortsetzung des Zyklus, mit der Reflektion des Eigenen über das Andere / den Anderen. Es ist eine Weiterentwicklung der vorangegangenen Serie „Ich ist ein anderer“ und des Gedankens, dass uns das Gegenüber zu dem macht wer wir sind. Somit lässt unser Gegenüber, im Sinne eines anderen Kulturraums, uns erkennen was unser kulturell geprägtes Selbst ausmacht. Dies führt zu einer Verschmelzung, ebenso wie zu der Frage was wir sein wollen.
Nie für sich allein und stets im Bewusstsein der Vergänglichkeit.